Die Kunst des Plattenaufbaus

Heutiges Thema: die Kunst des Plattenaufbaus. Wir feiern klare Kanten, ruhige Flächen und den poetischen Moment, in dem eine flache Tonplatte zum Gefäß mit Charakter wird. Begleiten Sie uns, teilen Sie Ihre Fragen, und abonnieren Sie für weitere inspirierende Einblicke.

Werkzeuge, die Kanten lieben

Pappe, Mylar oder dünnes Sperrholz ergeben langlebige Schablonen. Markieren Sie Referenzpunkte, damit Fugen später exakt aufeinander treffen. Dokumentieren Sie Maße, damit Sie erfolgreiche Sets jederzeit reproduzieren können.

Trocknungsfenster erkennen und nutzen

Im lederharten Stadium lassen sich Platten sauber aufrichten, ohne zu kollabieren. Testen Sie die Kante mit dem Fingernagel: leicht nachgiebig, aber formstabil ist ideal für präzise Fugen.

Fugenlogik: Innen zuerst, außen veredeln

Stärken Sie die Innenseite mit schmalen Tonstreifen und komprimieren Sie sanft. Außen bleibt so genug Material für ein ruhiges Finish. Diese Reihenfolge verhindert sichtbare Dellen und spart Schleifarbeit.

Formen bändigen: Hilfskörper und Stützen

Schaumblöcke, Zeitungspolster oder Gipsformen halten Wände im Winkel, während Fugen abbinden. Entfernen Sie Stützen in Etappen, damit Spannungen sich langsam abbauen und die Form nicht aufspringt.
Decken Sie Oberflächen unterschiedlich ab, damit dicke Zonen nicht hinterherhinken. Drehen Sie Stücke regelmäßig, heben Sie sie leicht an, damit Luft überall zirkuliert. Geduld zahlt sich sichtbar aus.

Trocknen ohne Drama

Offene Kanten trocknen schneller und ziehen Formen krumm. Glätten, komprimieren und leicht abrunden reduziert Spannung. Eine weiche Kante wirkt zudem haptisch einladend und bruchresistenter.

Trocknen ohne Drama

Oberflächen mit Persönlichkeit

Texturrollen, Stempel und Naturabdrücke

Rollen Sie Muster vor dem Zuschneiden ein, damit Texturen logisch über Kanten laufen. Blätter, Stoffe oder Schnüre erzeugen feine Reliefs, die Glasuren später lebendig akzentuieren.

Engoben und Sgraffito auf flachen Flächen

Platten bieten Platz für Zeichnung. Tragen Sie farbige Engoben im lederharten Zustand auf und ritzen Sie Linien frei. Die scharfen Kanten passen wunderbar zur grafischen Klarheit des Plattenaufbaus.

Glasuren für Kante und Fläche denken

Dünne, matte Glasuren betonen Geometrie, dicke Laufglasuren weichzeichnen Übergänge. Testen Sie Schnittkanten separat, denn Glasur zieht dort anders ab. Teilen Sie Ihre Lieblingsglasurtests gerne mit der Community.

Brennen mit Weitsicht

Schrühbrand: Langsam ist sicher

Dicke Fugen bergen Feuchtigkeit. Heizen Sie flach an, halten Sie Zwischenstufen, und lassen Sie den Ofen geschlossen auskühlen. Spannungsarme Stücke zeigen weniger Haarrisse im Alltag.

Setzen auf Stützen und Sand

Ofensand, dünne Stützen oder kleine Keile stabilisieren Bodenplatten im Brand. Ein minimaler Hohlraum unter großen Flächen verhindert Saugeffekte und reduziert Verzug sichtbar.

Glasurbrand: Temperatur und Kurve dokumentieren

Notieren Sie Rampen, Haltezeiten und Ergebnisse. Kleine Kurvenänderungen bewirken große Unterschiede an Kanten. Teilen Sie Ihre Kurven in den Kommentaren – gemeinsames Lernen bringt alle weiter.

Projektidee und Austausch

Schneiden Sie vier Seiten, Boden und Deckel, alle mit gleicher Wandstärke. Innenstreifen sichern die Fugen, eine leichte Fase sorgt für passgenaue Deckelauflage und elegante Schatten.

Projektidee und Austausch

Konstante Dicke, komprimierte Kanten, gleichmäßiges Trocknen, dokumentierte Maße, Glasurtests an Kanten. Haken Sie bewusst ab – Routine macht frei für kreative Entscheidungen.
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